Best Things To Do & See in Shanghai – Laoximen & Food-Tour

Heute kommt mein letzter Beitrag online bevor es für mich nach Deutschland geht.  Danach kommen erst wieder Beiträge online, wenn ich am 27.05. zurück in Shanghai bin. Es ist ein seltsames Gefühl wieder nach Deutschland zu fliegen. Auf der einen Seite freue ich mich riesig meine Familie und meine Freunde wiederzusehen. Auf der anderen Seite spielt sich unser Leben dort nicht mehr ab. Ich bin gespannt, welche Dinge mir auffallen werden, die mir vorher nie wirklich bewusst waren bzw. die man immer für selbstverständlich gehalten hat.

Am Samstag haben Christian und ich mit dem Deutschen Club bei einer Food-Tour durch Laoximen gemacht – eine wunderbare Gelegenheit das alte Shanghai zu sehen und die lokale Küche besser kennenzulernen. Laoximen ist einer der wenigen Stadtteile, in denen man noch den Geist des alten Shanghais spüren kann. Leider werden auch dort viele Teile abgerissen und die Menschen umgesiedelt. Dies ist eine der Schatten Seiten. Die Menschen in einem Teil von Laoximen erzählten uns, dass in 2 Monaten die Abrissbirne rollt, aber ihre Wohnungen, in die sie umgesiedelt werden sollen, erst in 1 bis 1 1/2 Jahren fertig sein sollen. Diesen Menschen bleibt nicht viel übrig, als zu irgendwelchen Verwandten aufs Land zuziehen. Betritt man die alten Teile Laoximen, ist man in einer komplett anderen Welt. In den kleinen Häusern wohnen die meisten Menschen auf minimaler Quadratmeterzahl mit mehreren Generationen. Vor den Häusern gibt es viele kleine Garküchen, man spielt Mahjong, Karten oder unterhält sich einfach. Als wir durch die Straßen liefen, waren wir die Attraktion für die Chinesen. Gespannt schaute man uns zu, wie wir aßen, grüßte uns oder tratschte über die Horde Laowai. Wenn man in Shanghai lebt, kann man sich kaum vorstellen, dass es solche Ecken hier gibt. In einem anderen Teil ging es zu wie auf einem riesigen Markt. Die Menschen kauften im Pyjiama ihren Fisch fürs Abendessen oder einfach nur eine Ente. An einem anderen Haus wurden 100 Jährige Eier zubereitet. Bisher war mir nicht klar, dass hinter den “Gammel-Eiern” viel Arbeit steckt und jede Familie ihr eigenes Rezept für diese hat. Neben Lehm, werden die Enteneier mit diversen Gewürzen gemischt z.B. Salz und Anis. Ich finde die Herstellung der Eier sieht mindestens (wenn nicht gar noch schlimmer) aus als die aufgeschnittenen “fertigen” Eier. Während wir durch Laoximen liefen, machten wir an 3 kleinen Garküchen stopp. Bei einer Frau aßen wir Klebereiß, in dem sich Schweinefleisch befand, der mit Bambusblättern umwickelt und dann gegart wurde. Dies ist ein sehr traditionelles und einfaches Gericht, das lecker war, aber auch nicht atemberaumend. Danach probierten wir Baozi. Ich entschied mich für einen Vegetarischen mit Tofu. Oh man – war der lecker. Ich glaube, das war mit einer der besten Baozi, die ich bisher gegessen habe. Zu guter Letzt machten wir einen Stop bei einem Laden, der XiaoLongBao, die traditionellen shangheinesischen Soup Dumplings, verkauften. Diese waren ebenfalls extrem lecker und in meinen Augen auch mit unter den Besten, die ich hier bisher gegessen habe. Nach einem langen Spaziergang durch Laoximens belebte Viertel, machten wir noch einen kleinen Abstecher in einen Bereich, der bald abgerissen wird, bevor es für uns in ein Restaurant ging, wo wir den Abend ausklingen ließen. Dort wurde uns typische shangheinesische Küche serviert. Neben den Klassikern, Reis, Nudeln, Brokolie, Pansenspieße, gab es jede Menge Seafood – Flußkrebse, Seeschnecken, diverse Muscheln. Am Ende des Abends sind wir mehr ins Bett gerollt als gegangen.

 

 

Wer das alte Shanghai erleben möchte, sollte unbedingt durch Laoximen laufen, so lange es noch geht. Wer weiß, wann der nächste Teil dort abgerissen wird. Es ist wunderbar zu sehen, wie dort die Zeit stehen geblieben ist, Chinesen mit ihren Vögeln spazieren gehen, zocken oder sich einfach über das Treiben auf den Straßen unterhalten. Laoximen ist eine wunderschöne und besondere Ecke in Shanghai. Ich kann jedem nur empfehlen dort einmal durch zubummeln und diese besondere Welt auf sich wirken zu lassen.

 

Bis dahin

eure Sarah

 

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