Kuala Lumpur

 

Der heutige Post kommt mit Verspätung. Hin und wieder haben wir arge Probleme mit dem Internet am Wochenende. Das kommt davon, wenn man hinter der Great-Fire-Wall lebt. Spaß beiseite – hin und wieder kommt das einfach vor und da ich meistens meine Blogposts Sonntag schreibe und nicht vorbereite, musste ich den Heutigen einfach verschieben. Seit heute Mittag läuft das Internet wieder besser, fast schon wieder normal.

Mittlerweile ist unser Urlaub schon ca. einen Monat her und ich möchte heute ein bisschen von Kuala Lumpur erzählen. Die Hauptstadt von Malaysia hat ca. 1,78 Millionen Einwohner und liegt ca. 35km von der Westküste entfernt. Das Klima ist tropisch und man sollte mit heftigen Regengüssen und Gewittern immer rechnen. Das, was Malaysia so spannend macht, ist die ethnische Mischung. Kuala Lumpur besteht aus ca. 50% Chinesen, 40% Malaien, 5% Indern und 5% anderen ethnischen Gruppen. Die chinesischen, malaischen und indischen Einflüsse sind überall in der Stadt zu spüren. So steht schon einmal ein hinduistischer Tempel direkt neben einer Moschee und einem buddhistischen Tempel.

 

 

In Kuala Lumpur gibt es Einiges zu entdecken. Allerdings sind die meisten Sightseeinghighlights Tempel, Moscheen, Kirchen oder Märkte. Dies schon einmal Vorneweg.

 

 

Petronas Twin Towers 

Das Wahrzeichen von Kuala Lumpur. Bis 2004 waren die Twin Towers mit 452m das höchste Gebäude der Welt. Nun sind Christian und ich mit unserem 638m hohem Shanghai Tower extrem verwöhnt. Für uns war der Tower nicht extrem spektakulär. Da er das Wahrzeichen von Kuala Lumpur ist, durfte er auf unserer Sightseeing Tour nicht fehlen. Die Aussichtsplattform haben wir uns gespart, da die Skybridge “nur” bei einer Höhe von 172m liegt. Wenn ihr die Tower gut bzw. komplett fotographieren wollt, empfiehlt sich ein Weitwinkelobjektiv. Ich habe meine Fotos alle mit dem Handy gemacht. Deshalb sind sie nur “suboptimal”. Allerdings verkaufen vor den Towern Händler Weitwinkelobjektive für Handys für sage und schreibe 50 Ringet (ca. 10 Euro).

 

 

Kualar Lumpur Tower

Abends, völlig fertig und durchgeschwitzt, wollte Christian unbedingt noch auf den Kuala Lumpur Tower. Meine Lust war relativ begrenzt und als ich die ganzen Busse voller Deutscher sah, die vor dem Tower ausgekippt wurden (ein Tui Kreuzfahrtschiff war scheinbar in KL), trug dies nicht wirklich zu mehr Begeisterung bei. Ich ließ  mich von Chris überreden – zum Glück. Oben angekommen wurden wir mit einer super Aussicht über Kuala Lumpur belohnt. Ein Highlight für Schwindelfreie sind die sogenannten Skyboxen, in denen man sich auf einem Glasboden selbst oder auch fotografieren lassen kann. An einem kleinen Counter kann man sich eine Nummer geben lassen. Diese wird irgendwann aufgerufen und man hat 1:30 Minuten Zeit um Fotos zu machen. Wenn man möchte kann man die Fotos, die der Fotograf macht kaufen. Wenn man dies tut, werden 2 Stück ausgedruckt und man bekommt einen QR Code, der auf eine Seite führt, auf der man alle Fotos innerhalb von 14 Tagen herunterladen kann. Dreimal dürft ihr raten, wer die 14 Tage komplett verpennt hat. Jetzt haben wir nur in der unterirdischen Qualität die zwei ausgedruckten Bilder.

 

 

 

Batu Caves

Mein absolutes Highlight waren die Batu Caves, die ca. 15km vom Stadtzentrum liegen. Über viele Stufen gelangt man in eine riesige Kalksteinhöhle, in der sich mehrere Hindutempel/Schreine befinden. Viele Hindus pilgern zu den Batu Caves und lassen sich dort segnen. Für mich war es der allererste Besuch eines Hindutempels und auch der erste Berührungspunkt mit dem Hinduismus. Frauen in bunten Saris, die barfuß die Stufen erklimmen, Männer in traditionell indischen Gewändern und hunderte von Affen – diese Schlagworte fassen es ganz gut zusammen. Ich bin während unseres Besuchs kaum aus dem Staunen herausgekommen.

 

 

Es gibt in Kuala Lumpur viel zu entdecken. Wir haben keine einzige der vielen Moscheen, der buddhistischen und hinduistischen Tempel besucht, da wir nicht allzu viel Zeit hatten. Des Weiteren gibt es viele Märkte, auf denen man SchnickSchnack und Essen kaufen kann. China-Town und den Central-Market haben wir uns angeschaut. Allerdings fanden wir beides nicht so dolle. Ich glaube das lag vor allem daran, dass wir solche Märkte mehr oder weniger jeden Tag hier in Shanghai sehen. In China-Town wollten wir chinesisch essen, mussten aber feststellen, dass es irgendwie kein “richtiges” chinesisches Essen war. So sind wir dann bei einem traditionellen malaiischen Restaurant gelandet. Wenn ihr die typische Küche kennenlernen wollt, solltet ihr unbedingt Naanbrot essen (siehe Foto).

Um uns einen Überblick über Kuala Lumpur zu verschaffen, hatten wir uns ein 24h Ticket für den Hop-On-Hop-Off Bus gebucht. Ich kann euch nur davon abraten – auch wenn das Ticket nicht teuer ist. Zum einem ist der Verkehr in KL der Horror. Man steht eigentlich nur im Stau. Sowas kennen wir von Shanghai nicht. Zum anderen hält der Bus nur an irgendwelchen Hotels und Restaurants in der Nähe von den Sehenswürdigkeiten. Man kommt sich vor wie bei einer Verkaufsveranstaltung “Der nächste Stopp ist das Restaurant XY, dort gibt es super essen. Wenn sie Hunger haben empfehlen wir ihnen Gericht XY zu probieren…. Der nächste Halt ist Hotel XY. Dieses Hotel hat eine wunderschöne Dachterrasse, die zum Verweilen einlädt….”. Wir fanden das mega ätzend. Zumal man auch überhaupt nichts über die Stadt oder eben die Sehenswürdigkeiten erfahren hat. Das Geld hätten wir uns wirklich sparen können.

 

 

Uns hat Kuala Lumpur extrem gut gefallen. Die insgesamt 3 haben aber auch vollkommen ausgereicht. Leider hat es Nachmittags extrem geregnet, dass wir keine Zeit mehr hatten uns den städtischen Regenwald und den botanischen Garten anzuschauen. Ich hoffe darauf, dass wir noch einmal 1-2 Tage auf Durchreise in KL sind, damit wir das noch nachholen können.

Im nächsten Post, werde ich euch ein bisschen von Langkawi erzählen und warum ich so großer Fan von Malaysia bin.

 

bis dahin

 

eure Sarah

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