Leben in Shanghai – #1

Shanghai here we are

 

Eigentlich hatte ich das mit meinem Blog ganz anders geplant. Ich wollte euch an unseren Vorbereitungen teilhaben lassen und dann kam doch alles ganz anders. Die letzten Wochen waren extrem stressig und Einiges lief ganz anders als geplant. Zum Ende hin wurden die Organisationslisten immer länger und die Zeit immer knapper. So hatten wir z.B. erst eine Woche vor der geplanten Abreise unsere Visa. Letzt endlich hat soweit alles ganz gut geklappt und wir sind am 27.12. gegen 9:30 Ortszeit in Shanghai gelandet :)

 

 

5 Tage sind wir mittlerweile hier und haben schon wieder einiges erlebt. Direkt am 2. Tag haben wir uns erneut auf Wohnungssuche begeben und ca. 15 Wohnungen angeschaut. Das Apartment, das wir uns ausgesucht haben, liegt mitten in der Jing’An Area. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass diesmal Alles gut geht und wir am 26.01. umziehen können. Bis dahin bleiben wir in unserem Service Apartment in Lujiazui. Das Apartment ist nicht sonderlich groß ca. 20-25m². Hoffentlich fällt uns hier nicht die Decke auf den Kopf. Dafür entschädigt der Blick aus dem Fenster alles. Links schauen wir auf den Oriental Pearl Tower und Rechts auf den Jin Mao Tower und den Bottle Opener (World Finance Center). Die letzten Tage haben wir sehr entspannt mit ein bisschen Sightseeing und Organisationskram verbracht.

 

Es ist doch immer wieder erstaunlich wie kompliziert hier zum Teil die einfachsten Dinge sind. Gestern haben wir eine gute Stunde damit verbracht Prepaid-Karten für unsere Handys zubekommen – denn ohne WeChat läuft hier garnichts und man ist abgeschnitten. Dinge, die in Deutschland selbstverständlich und einfach sind, können hier einen wirklich auf die Probe stellen. Für unsere Prepaid-Karten wurden wir von unserem Markler/Betreuer/Local mit einem Fahrer abgeholt, der uns dann zwei Blöcke weiter zu einem Wolkenkratzer gefahren hat. Mitten drin, war dann tatsächlich ein China Mobile Shop. Dort mussten wir an einen Automaten gehen, der natürlich nicht auf englisch war – gut, dass Lucas dabei war, ohne ihn wären wir wohl verloren gewesen. Nach diversen Drücken des Touchscreens, konnten wir uns dann eine Vorwahl aussuchen und darauf eine Telefonnummer. Je mehr 8 in der Telefonnummer vorhanden sind, desto besser – 8 = Glück :D. Nachdem wir beide unsere Telefonnummern ausgesucht hatten, mussten wir eine Nummer ziehen, um an einem Service Desk unsere Karten zubekommen. Der nette Service Mitarbeiter scannte ersteinmal unsere Reisepässe ein und machte von uns mit unserem Pass ein lustiges Foto. Nach diversen Unterschriften und eine gute Stunde später, waren wir dann endlich stolze Besitzer einer chinesischen Mobilfunk-Telefonnummer :D

Viele Dinge sind schon extrem skurill hier. Aber ich lerne das Land und seine Kultur von Tag zu Tag mehr zu lieben. Die Menschen haben wenig Berührungsängste und wenn man in einer Situation verloren ist, kommen sie auf einen zu und versuchen einem zu helfen, wo es nur geht. Überraschenderweise funktioniert die Komunikation auch dann extrem gut, wenn der Chinese kein englisch kann. Irgendwie kommt man doch immer zu seinem Ziel und beide Seiten freuen sich, dass man sich verstanden hat ohne die Sprache des Anderen zu sprechen. Ich liebe diese extremen Gegensätze hier: Modern vs. Alt vs. Traditionell. Wenn die hübsche Chinesin in Designerkleidung mit Louis Vuitton Tasche vor der Buddha-Statue kniet, betet und eine Opfergabe bringt. Wie tief der “Aberglaube” verwurzelt ist und wie völlig normal das Alles hier ist, dass es z.B. bei uns im Gebäude kein Stockwerk mit einer 4 drin gibt (also 4, 14, 24), da die 4 die Unglückszahl ist (Das Wort für 4 kann, je nach dem wie man es ausspricht 4 oder Tod bedeuten). Es gibt so vieles Kurioses zu erzählen, dass ich garnicht so recht weiß, wo ich anfangen soll. Ich glaube ich werde noch eine Rubrik dazu hier einfügen und hin und wieder zu ein paar Themen schreiben. Mal sehen :)

Bei uns neigt sich das Jahr nun schon langsam zu Ende wir haben gerade 17 Uhr :) Wir werden uns heute mit ein paar Expats, die wir gestern auf einem Stammtisch kennengelernt haben, treffen und in eine Bar gehen. Öffentliches Feuerwerk gibt es in Shanghai nicht und ist auch verboten. Abgesehen davon ist die Luft seit gestern Abend so schlecht, dass es auch nicht wirklich sinnvoll ist, allzu viel Zeit draußen zu verbringen.

Kommt alle gut ins neue Jahr :*

 

Bis dahin

eure Sarah

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