Lost in Berlin

Unser Wochenende in Berlin ist vorbei und nun sitze ich irgendwo in Sachsen-Anhalt in meinem Zuhause für die nächsten 3 Wochen. Größer könnte der Unterschied nicht sein. Von der hippen Großstadt – ab in den beschaulichen Kurort. Wen mein kleines Reisetagebuch nicht interessiert, kann zum Ende des Posts scrollen und sich meinen Haul anschauen.

Bundestag/Reichstag

Samstag

Um 6:06 ging unsere Reise Richtung Berlin in Bonn los. Das hieß, verdammt früh aufstehen. Als wir in Berlin gegen 12 Uhr am Hotel ankamen, konnten wir zum Glück schon einchecken und einen kleinen Powernap einlegen. Mehr oder weniger ausgeruht, konnte es endlich losgehen. Berlin ich komme. Oder eben auch nicht. An der Bushaltestelle fuhr kein Bus, da die Berliner sehr gern demonstrieren und damit den Verkehr lahm gelegt hatten. Na gut – was solls – laufen wir eben zur nächsten U-Bahn Station. Diese Idee, die an sich ganz gut war, entpuppte sich als absolute Fehlentscheidung. Gefühlte 10 km später hatten wir es endlich zu einer U-Bahn Station geschafft. Das U-Bahn Netz ist bestimmt total supi, wenn nicht gefühlt an jeder Ecke diese umgebaut, renoviert oder erneuert werden würde und man somit ständig den U-Bahn-Ersatzverkehr nutzen müsste. Irgendwie haben wir es dann zum Potsdamer Platz geschafft. Dort angekommen sah ich natürlich direkt die Mall of Berlin, die auch noch damit wirbt, die beste von Berlin zu sein. Die Mall ist wirklich riesig und von der Architektur toll :) Ich liebe es, wenn Moderne mit alten und klassischen Elementen verbunden wird. Für einen Samstag war die Mall wirklich extrem leer. Ich weiß nicht wie das sonst in Berlin ist. Aber z.B. in Köln oder in Oberhausen im Centro kann man an einem Samstag kaum treten. Das war wirklich angenehm. So konnten wir in Ruhe durch die Läden bummeln. Auf meiner Shopping-Liste standen eigentlich nur Sandalen. Dreimal könnt ihr raten, was ich nicht gefunden bzw. gekauft habe. Richtig Sandalen. Dafür aber bei Campus einen schönen Rock und ein dazu passendes Top. Von der Mall aus sind wir weiter Richtung CheckPoint Charlie gelaufen. Auf das U-Bahn Theater haben wir verzichtet. Von dort aus ging es dann weiter Richtung Brandenburger Tor und Reichstag mit einem kleinen Zwischenstopp in der Galerie Laffayete, wo ich mir einen Cardigan gekauft habe, da es langsam merklich abkühlte und meine Jacke im Hotel lag (clever wie eh und je). Am Ende des Tages haben wir (mit dem Bus, die U-Bahn wurde weiter konsequent ignoriert) noch einen kurzen Abstecher zum Alexanderplatz gemacht. Dort stellte ich begeistert fest, dass der Kaufhof bis 22h offen hat (also noch ganze 20 Minuten). Ich hatte die Hoffnung dort noch Sandalen zu finden. Sandalen habe ich keine gefunden, aber die Eyes on Mac Palette in Amber Times Nine. ^^ Wer braucht schon Sandalen :D Als wir gegen 22:30 in unserem Hotel ankamen, sind wir in eine Art Koma gefallen. Generell hatte ich das Gefühl, dass die Stadt extrem leer war. Am Brandenburger Tor war an diesen Samstag das Deutsch-Französische Fest (mit Live-Musik und Fressbuden). Ehrlich gesagt, war ich sehr erstaunt darüber, dass das Fest zwar gut besucht war, aber für ein Fest in der Hauptstadt in meinen Augen wirklich leer. Wenn bei uns Weinfest oder ähnliches in Bonn ist, ist mehr los.

Sonntag

Da das Wetter am Sonntag nicht mehr so gut war wie Samstag, entschieden wir uns Museen anzusehen. Eigentlich wollten wir die Glaskuppel vom Reichstag besuchen, jedoch waren wir so schlau keine Karten vorher zu kaufen. Nunja so ging es dann weiter Richtung Museumsinsel, wo wir uns für das Neue Museum entschieden. Von den Exponaten her, haut mich das neue Museum wirklich nicht um. Okay – die gute, alte Nofretete ist etwas besonderes. Aber ansonsten fand ich die ägyptische Abteilung schwach. Wenn ich ans British Museum denke – ich sage nur Rosette Stein – da kann Berlin leider nicht mithalten. Was jedoch die Architektur des Museums angeht – die ist wirklich der Wahnsinn. Nicht umsonst hat das Neue Museum schon mehrere Preise gewonnen. Die Mischung aus Moderne und Klassik ist zu 100% gelungen. Die Ausstellungsräume sind wirklich besonders. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein Faible für griechische und ägyptische Mythologie habe und deshalb in jeder Großstadt mir die Museen mit solchen Exponaten ansehe. Ich habe wirklich schon viele Museen gesehen. Neben dem British Museum hat Berlin mit seinem neuen Museum wirklich mit Abstand die schönste Architektur. Jeder Ausstellungsraum hat etwas Besonderes. Ihr merkt ich bin begeistert :D Nach unserem Museumsbesuch ging es wieder Richtung Friedrichstraße, wo ich nach einem kurzen Zwischenstopp im Ritter Sport Shop feststellte, dass die Galerie Lafayette geöffnet hatte (wegen des Französischen Nationalfeiertags, der zwei Tage später war). Welch ein Glück, dass es auch noch genau in diesem Moment anfing zu regnen :D So konnte ich meinen Herrn Qb überreden, noch einmal nach Schuhen zu gucken. ^^ Und siehe da – ich wurde fündig. Ein paar schicke Ballerinas in marineblau von See By Chloé durften mit nach Hause wandern. Herr Qb wurde für seine Geduld mit einem Glas Cremant belohnt, das es zu jedem Einkauf dazu gab. Danach folgt für mich mein persönliches (extrem emotionales) Highlight des Trips – die Gedankstätte Berliner Mauer. Ich selbst bin noch in der DDR geboren und meine komplette Familie kommt aus dem Osten. Die Vorstellung, so extrem eingeschränkt zu leben (wie es meine Familie tun musste), ist kaum greifbar. Ich denke jeder, der Familie in der ehemaligen DDR hat, kennt viele traurige Geschichten und Schicksale. Ohne Mauerfall hätten mein Herr Qb und ich nie heiraten können. Wir hätten uns auch nie kennengelernt. Diese Vorstellung löst in mir seltsame Gefühle aus. Anschließend ging es für uns wieder ins Hotel, da wir am nächsten morgen relativ früh Richtung Reha-Klinik aufbrechen mussten.

 

 

Haul

In meinem „kurzen“ Reisetagebuch habe ich schon erzählt, das ich ein bisschen geshoppt habe. Aber für diejenigen, die diesen Teil übersprungen haben, möchte ich meinen Haul noch einmal kurz auflisten.

  • blau-grauer Rock von Campus
  • graues Basic-Top von Campus
  • grauer Cardigan von Galerie Lafayette Paris
  • marine farbene Ballerinas von See by Chloé
  • Eyes on Mac – Amber Times Nine

Die Mac-9er Palette werde ich euch in den nächsten Tagen in einen seperaten Post mit Swatches und was sonst noch dazugehört, vorstellen.

 

 

Fazit

Ich werde mit Berlin einfach nicht warm und kann auch garnicht so richtig sagen weshalb. Mich hat am meisten gestört, dass alles gefühlt unübersichtlich und überhaupt nicht intuitiv ist. Wer mich kennt, weiß, dass ich Großstädte über alles liebe. Aber Berlin, ich weiß nicht. Ich vergleiche dann immer gern. Wenn ich mir mein geliebtes London ansehe, fühle ich mich dort einfach wohler und finde mich in der Stadt besser zurecht. Dennoch wäre ich gern 1-2 Tage länger geblieben, um mir noch ein paar Museen und noch ein bisschen mehr von der Stadt anzusehen. Vor allem wäre ich gerne in den Zoo gegangen. Vielleicht ergibt es sich irgendwann noch einmal, einen Besuch in Berlin mit einem anderen Event zu verbinden. We will see :)

Wart ihr schon in Berlin? Hat es euch gefallen? Was habt ihr unternommen?

Bis dahin

Eure Qbine

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