Travel Around The World – Kobe

Ich melde mich mit Verspätung wieder zurück. Es hat einen Grund, weshalb am Sonntag kein Blogpost online gegangen ist und ich diesen erst heute nachreiche. Am Sonntag haben wir gemeinsam eine sehr spontane Entscheidung getroffen und haben zwei Straßenkatzen adoptiert. Diese halten uns nun extrem auf Trapp. Ich glaube diese Entscheidung war nicht eine unserer Besten und wir müssen jetzt schauen, welche Lösung wir finden. Vielleicht hätten wir einfach noch etwas warten sollen, aber wir beide waren in die zwei Mini-Mietzen direkt verliebt. Wie das eben so manchmal ist. Der größere der beiden Kater ist 12 Wochen alte, der kleine gerade einmal 6 Wochen. So haben beide natürlich unterschiedliche Bedürfnisse und im Moment ist es sehr schwer beiden gerecht zu werden. Ob wir sie nun wieder beide abgeben oder einen der beiden behalten, müssen wir jetzt in Ruhe entscheiden. Chris sieht sich der Aufgabe allein nicht gewachsen, was ich sehr gut verstehen kann. Es tut mir im Herzen weh. Dennoch muss eine Lösung her. Es ist natürlich auch für die Kätzchen nicht toll, aber wahrscheinlich geht es nicht anders als beide abzugeben bzw. sie zu trennen. Ich ärgere mich gerade sehr über mich selbst. Manchmal sollte man doch den Kopf einschalten und nicht nur auf sein Herz hören.

Heute möchte ich euch noch einen kurzen Post über Kobe nachreichen und damit die Japan-Berichte abschließen. Da wir unser Hotel in Kobe hatten und meistens die Nachmittage/Abende dort verbracht haben, werde ich nur auf zwei Dinge intensiver eingehen. Den Rest werde ich etwas Allgemeiner halten  Kobe hat, ähnlich wie Osaka, wenig Sehenswürdigkeiten, weshalb sich in meinen Augen ein richtiger Urlaub dort nicht lohnt. Allerdings geht es in Kobe deutlich ruhiger und entspannter zu als in anderen Großstädten. Die Stadt ist auf der einen Seite von kleinen Bergen und auf der anderen Seite vom Meer eingerahmt. Es gibt eine Seilbahn und eine Zahnradbahn, mit denen man auf die kleine Bergkette fahren kann. Wir haben an einem Nachmittag die Seilbahn genommen. Es gibt an dieser Stelle auch einen kleinen Weg, der an einem Wasserfall zu der Station heraufführt. Eigentlich wollten wir den Weg an einem der letzten Tage noch hochlaufen, allerdings spielte zum einem das Wetter nicht mit und zum anderen waren wir extrem platt von den vorherigen Tagen.

 

 

Freizeitpark

Am ersten Tag fragten wir an unserer Rezeption nach Tipps, wo man die Kirschblüte sich gut anschauen kann. Von einem netten Hotelangestellten wurde uns eine Bahnstation gesagt, an der man ebenfalls mit einer Seilbahn auf einen Berg fahren kann. Dort gäbe es eine tolle Cherry-Blossom. Nach ein bisschen Sucherrei und Verfahrerei mit der Bahn, kamen wir an besagter Haltestelle an. Dort stellte sich heraus, dass es sich um eine Art Freizeitpark/Abenteuerspielplatz handelte. Wir bezahlten unseren Eintritt und los ging der Spaß. Zu erst ging es mit einer ganz normalen Seilbahn auf die Mittelstation. Von dort aus wurde es dann etwas merkwürdiger und skuriler. Mit einem kleinen Wagen, der auf Rollen (sehr ruckelig) fuhr, ging es nach ganz oben. Der Hotelangestellte hatte nich zu viel versprochen. Über all Kirschbäume, die leider schon ihre Blütenblätter verloren. Die Aussicht auf die Bucht war atemberaubend. Von der Station, konnte man, wenn man wollte entweder zu einer anderen Station noch laufen oder einen lustigen “1-Personen-Sessellift ohne Sicherung” nehmen. Wir entschieden uns für das Zweitere. Nachdem wir auf der anderen Seite entspannt die Aussicht genossen hatten, machten wir uns wieder auf den Heimweg. Witzig war dieser Park definitiv, allerdings waren wir uns auch einig, dass wir dort nicht unbedingt hingemusst hätten.

 

 

Animal Kingdom

Das Animal Kingdom wollte ich eigentlich garnicht besuchen. Da das Wetter am letzten Tag kalt und nass war, entschieden wir doch dorthin zufahren. Denn bei dem Wetter, wollten wir nicht mehr draußen herumlaufen. So war die Entscheidung sehr schnell gefallen. So richtig wusste ich nicht, was mich dort erwartet. Chris meinte nur “Ach das ist ein Streichelzoo, wo du so ziemlich alles streicheln kannst”. Und damit hatte er nicht so unrecht. Neben Hunden, Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen konnte man auch Capybaras, Sittige/Papageien, Kängeruhs und Schildkröten streicheln. Vor jedem Streichelgehege bekam man eine kleine Einweisung, was man darf und was nicht. Des Weiteren achtete das Personal mit Argus-Augen auf die Tiere. Wenn jemand sich nicht an die Regeln hielt, wurde sofort eingegriffen. Ich fand es schön, dass die Tiere viele Rückzugsorte hatten und wenn sie keine Lust auf Streicheleinheiten hatten, sich dort hin verziehen konnten. Bei den Katzen gab es z.B. sehr  viele hohe Bäume auf denen diese sich verstecken konnten und ihre Ruhe hatten. Neben den Streichelgehegen, gab es noch ein paar andere Tiere. So gut die Streichelgehege waren, so klein waren leider die normalen Gehege. Gerade der Puma, die Wölfe und Bären hatten es nicht so toll. Mein persönliches Highlight war das Füttern der Sittige. Bei Christian hat es sich direkt einer in der Kaputze gemacht und bei mir nach dem Fressen auf der Hand eingeschlafen. Das war schon wirklich sehr süß.

 

 

Insgesamt hat uns Kobe gut gefallen. Ich glaube allerdings, dass man dort nach 2 Tagen auch alles gesehen hat. Als Zwischenstation oder das Hotel dort haben, ist super, denn die Anbindung nach Kyoto und Osaka ist super und die Hotelpreise sind niedriger. Japan war eine tolle Reise und Erfahrung, dennoch hatte ich mir deutlich mehr versprochen. Ich war überrascht wie Industrie-lastig der Bereich Osaka-Amagasaki-Kobe ist. Man fährt mehr oder weniger am Meer entlang nur durch Industriegebiete. Des Weiteren ist in meinen Augen die Kirschblüte ein bisschen überschätzt. Natürlich ist es wunderschön, wenn über all am Straßenrand, auf Industriegeländen usw. die Bäume blühen. Aber ich glaube, dass die Kirschblüte nicht groß dazu beiträgt den Charme das Landes zu verändern. Kyoto wäre genauso schön ohne Kirschblüte gewesen. Im nächsten Jahr werden wir Japan noch einmal eine Chance geben uns vom Land zu überzeugen. Dann werden wir mehr den Norden erkunden.

Morgen wird noch ein kleiner Post zu Laoximen und unserer Food-Tour durch das alte Shanghai online gehen. Während meiner Zeit in Deutschland werde ich nicht bloggen, da ich einfach viel zu viel unterwegs sein werde. Der nächste Post geht dann erst am 27.05. online, wenn wir wieder zurück sind.

 

bis dahin

eure Sarah

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