Travel Around The World – Kyoto

Kyoto ist eine der kulturell und geschichtlich bedeutensten Städte Japan. Die Stadt wurde während des zweiten Weltkrieges verschont und so hat sie mit ihren 1600 Buddhistischen Tempeln, 400 Shinto-Schreinen und vielen alten Vierteln einen ganz besonderen Charm. Insgesamt waren wir 2 Tage in Kyoto. Unser Programm am Montag war ziemlich straff, weshalb wir es am Donnerstag deutlich gemütlicher angingen ließen.

 

Arashiyama

Bei meinen Cherryblossom-Recherchen tauchte neben Himeji ein zweiter Name immer wieder auf – Arashiyama. Der kleine Ort/Stadtteil am westlichen Stadtrand von Kyoto hat etwas sehr Idyllisches. Der Fluss plättchert vor sich hin, die Kirschenblühen, die Sonne scheint. Was braucht man mehr? Gemütlich schlenderten wir am Ufer des Hozugawas entlang Richtung Tenryu-ji Tempel. Auf dem Weg dorthin liefen wir durch einen riesigen Bambuswald, der natürlich für die Japaner im Leihkimono ein wunderbares Fotomotiv hergab. Auf Grund der vielen Menschen sparten wir uns den Tempel und liefern zum Bahnhof, um Richtung Fushimi zu fahren. Wir waren etwas enttäuscht, da wir mehr Kirschbäume erwartet hatten. Vielleicht waren wir durch Himeji einfach etwas verwöhnt gewesen. Insgesamt war Arashiyama sehr schön, vor allem der Bambuswald war beeindruckend, allerdings kann ich den Hype um die Kirschblüte dort wirklich nicht verstehen.

 

 

Fushimi Inari Schrein

Eins meiner persönlichen Highlights, war die kleine Wanderung zum Fushimi Inari Schrein. Über einen gut 4km langen, uneben gepflasterten Weg, mit vielen ungleichmäßigen Stufen, gelangt man zu besagtem Schrein. Das besondere, der Weg führt durch 10.000 orangene Tore mitten durch den Wald. Die orangenen Tore sind ein sehr beliebtes Fotomotiv, weshalb  der Weg zum Schrein unglaublich voll war. Im Schneckentempo ging es die ersten 2km kaum voran, denn jeder wollte ein Foto von sich mit den Toren. Auf ca. der Hälfte der Strecke, gab es eine kleine Station, an der Essen und Getränke verkauft wurden. Dort verschnauften wir mit einem Eis ganz kurz, genossen den tollen Ausblick auf Kyoto und machten uns weiter auf zum Schrein. Das Skurille, ab diesem Punkt, waren wir mehr oder weniger die Einzigen. Scheinbar wollten die meisten Touristen nur bis zu dem Aussichtspunkt laufen und garnicht zum Schrein. CHACKA – das war unser Glück. So konnten wir die Ruhe und die Schönheit um uns herum ganz allein genießen. Die Ruhe und Zufriedenheit, die mich erfüllte, waren die Strapazen definitiv wert.

 

 

Gion – Geishaviertel

Zum Abschluss des Tages fuhren wir ins Zentrum von Kyoto und schlenderten noch ein bisschen durch das Geisha-Viertel Gion. Dort hat man wirklich das Gefühl, dass die Zeit komplett stehen geblieben ist. Wir hatten sogar das große Glück, eine echte Geisha auf dem Weg zu ihrer Arbeit zu sehen. Völlig kaputt, aber glücklich und zufrieden, ging es für uns wieder nach Kobe.

 

Spaziergang durch Kyoto

Nanzen-ji Tempel – Kiyomizudera Tempel – Gion

Da wir am Montag nicht allzuviel von Kyoto selbst gesehen hatten, machten wir uns am Donnerstag erneut nach Kyoto auf. Mittlerweile waren wir schon über 80 km zu Fuß gelaufen. Die vielen Kilometer steckten uns ordentlich in den Beinen, weshalb wir uns entschieden eine klassische Touri-Bus-Tour zu machen, um einen besseren Überblick von Kyoto zu bekommen. Nach der Bustour stärkten wir uns erst einmal mit einer ordentlichen Portion Sushi. Oooooh – wir waren uns da schnell einig – das war definitiv unser bestes Sushi.

 

Gestärkt machten wir uns wieder auf und erkundeten Kyoto auf eigene Faust. Unser Spaziergang führte uns in den Westen von Kyoto. Unser erster Stop war der Nanzen-Ji Tempel. Leider wurde dort extrem viel umgebaut, weshalb wir nicht allzu viel anschauen konnten. So ging es von dort durch das alte Kyoto, an einer Pagode vorbei, zum Kiyomizudera Tempel. Dort genossen wir den Ausblick auf Kyoto. Wir waren, wie so oft, nicht die Einzigen, weshalb es extrem wusselig war. So machten wir uns relativ schnell schon wieder auf Richtung Gion. Unser Weg führte uns über einen Friedhof und durch kleine Gassen. In Gion angekommen ließen wir es uns nicht nehmen und schauten bei einer kleinen traditionellen Aufführung zu. Eine Geisha und eine Maiko tanzten in einem kleinen Raum traditionelle Tänze. Danach machten wir uns völlig erschöpft, aber mit vielen wunderbaren Erinnerungen nach Kobe auf.

 

 

Insgesamt hat uns Kyoto sehr gut gefallen. Der Charm der Stadt liegt darin, dass dort die Uhren stehen geblieben sind. An jeder Ecke spürt man den alten Geist Kyotos, so dass man ein gutes Gefühlt dafür bekommt, wie die Stadt vor vielen Jahren getickt hat. Dies wissen die Japaner ebenfalls sehr zu schätzen, weshalb Kyoto extrem überrannt ist. Wer also einen gemütlichen Stadturlaub mit vielen Sehenswürdigkeiten machen will, ist hier nur bedingt richtig. Zur Kirschblüte ist es dann noch voller. Wir sind viele Menschen von Shanghai gewöhnt, weshalb uns die Massen nicht sehr gestört haben. Bei uns ist es hin und wieder deutlich voller. Des Weiteren sollte einem bewusst sein, dass die meisten Sehenswürdigkeiten Tempel und Schreine sind, die oftmals sehr ähnlich aussehen. Ein Tag mehr wäre sicherlich schön gewesen, um noch den Botanischen Garten, den Goldenen Pavillion und den Philosophen Weg sich anzuschauen. Zum Glück ist Japan von uns aus nicht aus der Welt.

Am Mittwoch geht es weiter mit Osaka.

 

bis dahin

eure Sarah

 

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