Travel Around The World – Pulau Gaya

Ich habe mich entschieden zwei Beiträge über unseren Urlaub auf Borneo zu schreiben. Heute werde ich euch von unseren 4 traumhaften Tagen auf Gaya erzählen. Direkt vor Kota Kinabalu liegt der Tunku Abdul Rahman Nationalpark, ein Meeresschutzgebiet, das auch UNESCO Weltkulturerbe ist. Zu diesem Nationalpark gehören 5 kleine Inseln (Gaya, Sapi, Manukan, Mamutik und Sulug), die mehr oder weniger erschlossen sind. Gaya ist von diesen 5 Inseln die Größte. Auf ihr gibt es 3 Hotelresorts, die in separaten Buchten liegen und ansonsten nicht viel. Wir hatten uns für das Bunga Raya Eco Resort entschieden, da das Marine Resort ausgebucht und das Island Resort extrem teuer war. Nach dem wir vom Flughafen abgeholt worden und zum Hafen gefahren worden waren, ging es nach kurzer Wartezeit um 18h mit dem Speedboot zum Resort. Wer mich kennt, weiß dass ich Bootfahren wie die Pest hasse. Ich stürze lieber mit dem Flugzeug ab, als dass ich mit dem Boot untergehe und ertrinke. Das Wetter war auch nicht gerade sehr viel versprechend – dunkle Wolken zogen auf und ein kräftiger Wind bließ. Da musste ich wohl oder übel durch. Zum Glück dauerte die Fahrt nur gute 20 Minuten und war bei Weitem nicht so schlimm, wie ich sie erwartet hatte. Am Steg wurden wir herzlich von den Mitarbeitern begrüßt und mit einem Golfcar, nach einer kleinen Rundfahrt durchs Resort, zu unserem kleinen Strandhäuschen gefahren.

 

 

Gaya ist der perfekte Ort, um zu entspannen – Ruhe, türkises Meer, Dschungel, viele Tiere, weißer Sandstrand, keine zu extremen Temperaturen, eigenes Korallenriff und mehr oder weniger kaum Kommunikation nach Außen (Wlan nur im Restaurant). Was mir persönlich sehr gut an dem Resort gefiel, dass die meisten Aktivitäten umsonst bzw. sehr günstig waren. Schnorchel-Equipment hatten wir selbst mit, hätten wir uns allerdings auch kostenlos ausleihen können. Kayak fahren und Stand-Up Paddling war ebenfalls kostenlos. Während wir auf Gaya waren, war vielleicht die Hälfte des Resorts gebucht. Dadurch waren wir beim Schnorcheln und auch im Meer teilweise ganz allein. Generell buchen sich viele Tauchtouristen in die Resorts ein, da es in unmittelbarer Nähe viele schöne Tauchspots gibt, die für vorallem auch für Anfänger (kaum Störmung usw.) geeignet sind. Dies macht sich bis in den Nachmittag hin bemerkbar (leerer Strand etc.). Direkt vom Strand aus gibt es nach ca. 20-30m ein kleines Riff, wo wir Rochen, Halfterfische, Clownfische, Baracudas, Seegurken etc. gesehen haben. Es gibt noch ein zweites Riff, dass direkt vom Steg aus zugänglich ist. Allerdings wird dieses, wenn Ebbe ist gesperrt, damit die Korallen nicht beschädigt werden. Dort schwimmt man förmlich in Fischen (siehe Video).

 

 

 

Für mich war absolut klar, dass ich eine kleine Wanderung durch den Dschungel machen wollte. Im Angebot gab des Resorts gab es Einige. Da die Meisten 6-8h dauerten oder nur 1-2h, entschieden wir uns für eine Route, die 4h dauern sollte. Es stellte sich allerdings sehr schnell heraus, dass wir uns damit keinen Gefallen getan hatten, da wir die schwierigste und anspruchsvollste Route gewählt hatten. Unser Guide schlug ein Tempo an, bei dem ich nur wir ein schnaubendes Nashorn hinterher laufen konnte. Nach dem wir den ersten der 4 Anstiege geschafft hatten, teile mir der Guide mit, dass ich unbedingt schneller werden müsse, sonst würden wir die Strecke nicht schaffen und dieser Anstieg wäre der einfachste von den 4. Ups. Es war ziemlich klar, dass ich die Wanderung nicht schaffen würde (selbst Christian kam ordentlich an seine Grenzen). Somit kehrten wir auf halber Strecke um. Unser Guide erklärte uns, dass die Strecke so gut wie keiner bucht, da sie extrem schwierig ist und selbst die Guides an ihre Grenzen kommen. Ob das wirklich stimmt oder er mich einfach aufmuntern wollte, weiß ich nicht. Knapp 8km sind wir durch den Dschungel gelaufen und konnten Nasenaffen hören, eine Echse sehen und eine gut 2m lange Grey Tailed Race Snake (danke Inna fürs bestimmen) sehen.

 

 

Gaya ist das absolute Paradies. Es ist einfach toll halb im Dschungel und halb am Meer Urlaub zu machen. Wir haben unglaublich viele Tiere gesehen. Jeden Morgen kamen die Makaken (Affen) und haben auf den Dächern der Häuser rumgeturnt und in den Bäumen gefressen. Hin und wieder ließ sich ein Nashornvogel blicken. Über all konnte man Geckos sehen und wenn man Glück hatte, lief einem auch Mal ein kleiner Waran über den Weg. Wenn wir Abends an der Bar etwas getrunken haben, kam das Bartschwein an den Strand und hat nach Futter gesucht. Über all waren Libellen und andere Insekten. Leider auch extrem viele Mücken. Unser chinesisches Mückenspray hatte leider nur 7,5% DEET Anteil, weshalb wir ordentlich gestochen wurden. Ich denke mit einem höheren Anteil DEET sollten die Biester einen in Ruhe lassen. Ein guter Mückenschutz ist wichtig, da in diesem Teil auf Borneo ein Dengue-Fieber- und ein geringes Malaria-Risiko gibt. Uns hat es trotz der vielen Mückenstiche zum Glück nicht erwischt.

 

 

Das Bunga Raya Eco Resort können wir nur empfehlen. Man muss zwar für dieses Stück Paradies ordentlich in die Tasche greifen, aber unserer Meinung nach lohnt es sich. Wir planen unseren Urlaub, während Chinese New Year, wieder auf Gaya zu verbringen. Eventuell wollen wir dann auch einen Tauchschein machen. Mal sehen. Die Zeit auf der kleinen Insel wird uns immer in Erinnerung bleiben.

 

 

Bis dahin

eure Sarah

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